Durch Knochenaufbauverfahren wird festsitzender Zahnersatz auch bei schwierigen Ausgangssituationen ermöglicht.
![]()
In unserer Praxis kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, um den Kieferknochen zu vermehren und die Voraussetzung für eine erfolgreiche Implantation zu schaffen. In vielen Fällen wird hier Knochenersatzmaterial, wie z.B. Bio-Oss verwendet, um dem Patienten ein zweites Operationsgebiet zur Knochenentnahme zu ersparen. Beispiele sind:
- Sinuslift (bzw. Sinusbodenelevation SBE)
Der Sinuslift kommt im Oberkiefer-Seitenzahngebiet zum Einsatz, wenn das Knochenlager zwischen Mundhöhle und Kieferhöhle für eine Implantation nicht mehr ausreicht. Durch Knochenersatzmaterial, das an den Boden der Kieferhöhle plaziert wird, wird die Neubildung eigenen Knochens angeregt.

Schema eines Sinuslifts. Die Partikel des Knochersatzmaterials befinden sich um den Zylinder des Implantats.

Röntgen ohne (links) und mit (rechts) erfolgtem Knochenaufbau. Auf dem linken Bild zeigt die rote Linie den Knochenverlauf am Boden der Kieferhöhle.
- Membrantechnik
Bei unzureichendem Knochenangebot kann Knochenersatzmaterial eingebracht und mit einer Membran abgedeckt werden. Unter dem Schutz der Membran wird hier neuer Knochen gebildet.

Links erkennt man den Verlust der äußeren Knochenwand im Bereich des Implantats, der eine mangelhafte Stabilität des Implantats zur Folge haben kann. In der Mitte und rechts die Abdeckung mit dem Knochenersatzmaterial und der Mambran.
- Nervverlagerung
Bei ungünstigen Verlauf des Nerven im Unterkiefer ist das Knochenangebot oberhalb des Nerven teilweise so eingeschränkt, das eine Implantation ohne weiteres nicht möglich ist. In dieser Situation führen wir nach Aufklärung und auf Wunsch des Patienten eine Verlagerung des Nerven durch, die uns erlaubt, neben dem Nerven das Implantat einzusetzen und den Unterkiefernerv dabei zu schonen.




